Soli Kids auf der Straße und im Gelände wieder erfolgreich


geschrieben von Nils Fengler
Nachdem das Jahr 2024, in dem insgesamt 52 jährigen Rückblick des Autors, als Kackjahr, in die Negativ Top Ten ganz weit oben steht, ging es mal wieder an eine Startlinie. Der Schlüsselbeinbruch ist verheilt, der Fersensporn hat sich auf einer 3-5 auf der Schmerzskala von 10 eingependelt, Schwimmen und Radfahren geht wieder Top, Laufen naja.. ob das nochmal was wird, werden die nächste Jahre zeigen. Rückblickend hat sich die Sicht auf den Sport etwas verändert und eine leistungsbezogene Betrachtung ist einfach nicht mehr angebracht und darauf hat auch der Körper und Geist anscheinend keinen Bock mehr. Soviel mal zu meinen kleinen Insights.
Karlsfeld diente heute als Test für die Brombachsee Mitteldistanz in ca. 6 Wochen. Eine Neuerung, heute war dreiviertel der Familie Fengler am Start, was toll ist und auf der anderen Seite, mich dann auch etwas nervös macht. Ist man in Gedanken doch noch mehr bei den anderen Startern dabei und hofft das dort alles gut geht. Wie in Karlsfeld üblich, ist ja das Startnummern abholen schon ein Klassentreffen. Man sah wieder einige Bekannte, waren neben Solis auch Forice und vor allem der SV Dachau dieses Jahr stark vertreten. Daheim das ganze Sach wieder zusammengepackt und darauf geachtet das der Rest der Familie auch alles mitnimmt. Ab ging es zum Check in, bei dem man wirklich gut durchgekommen ist. Die Räder sortiert und die Wechselzone eingerichtet. Dort dann die Zeit mit Family and Friends schön verratscht und auf den Start der Volksdistanz gewartet. Mein Sohn durfte mit wenigen Juniorstartern schon mal gemütlich losschwimmen, während in der AK wieder die Hölle losgebrochen ist. Hier merkt man den Unterschied der Volksdistanz zur Olympischen oder MD oder noch länger. Der Großteil der Leute schwimmen Brust und ich hatte Angst einen Fuss ins Gesicht zu bekommen. Wobei Thomas auch bei der Kurzdistanz Pech hatte, da er einen Tritt abbekommen hat und dann leider aussteigen musste. Läuft ja echt gut bei Dir, vor einer Woche noch der Radsturz und dann das. Aber die Saison ist zum Glück noch lang. Schwimmen lief ohne Neo bei mir ganz ok, also ab zum Rad. Dort merkte ich, das der Wechsel im Training von Laufkilometern zu Gunsten Rad Kilometern gut angelegt war. Wetter war zwar heiß, Wind aber wenig vorhanden, somit ging es im Überholvorgang vorwärts und mit nem 35er Schnitt in Wechselzone 2. Weiter ging es zum Laufen, der Fersensporn macht halt etwas Probleme, Tempohärte fehlt, doch war ich auch hier im Großen und Ganzen zufrieden. Im Ziel durfte ich dann auf meine Liebsten warten. Tilo war komplett zerstört, aber mit einer guten Leistung, das erste mal Triathlon Finisher. Da es doch brutal heiss war, musste ich ihn mit Wasser tränken und übergießen. Der Junge war eine einzige Herdplatte. Fazit: Total am Ende. Meine Frau macht mir langsam Angst, da sie ca. 20 Sekunden nach mir aus dem Wasser kam, Radfahren wird wohl nie Ihr Ding, Laufen sehr solide. Somit war Familie Fengler und alle ins Ziel gekommene Solis insgesamt glücklich. Nächstes Jahr starte ich sicher wieder und Danke den fleißigen Helfern und Karlsfeld-Triathlon für die Orga. Ist ja alles nicht mehr so einfach zu stemmen, umso toller das die Veranstaltung, so früh wie noch nie, ausverkauft war. Weiter so.


Olympische Distanz:
Daniel Straub SOLI DACHAU e.V. 2:41:06
Volksdistanz:
Marcus Melmer SOLI DACHAU e.V. 1:26:50
Nils Fengler SOLI DACHAU e.V. 1:33:13
Frank Pfeiffer SOLI DACHAU e.V. 1:39:36
Tilo Fengler 1:46:40
Sonja Fengler 1:49:30
Der Hohenburger Schlosslauf gehört zur Raiffeisen Oberland Challenge (ROC). Das sind 8 Läufe in 3 Kategorien: Stadt-, Cross und Berglauf.
Robert läuft die komplette ROC. Die 8km Strecke ist wegen der 250 Höhenmeter heftig. Ein steiler Anstieg im Wald zwingt oft auch die Läufer im vorderen Feld zum Gehen. Das Wetter war regnerisch, aber erträglich. Robert hat sich gut geschlagen und kam nach 49:24min als Zweiter in der AK M70 in's Ziel. Gratulation!


Am 20.07.2025 um 7:00h starteten wir als große Gruppe im Solitrikot in Peiting.
11 von uns haben sich auf die 160km Rennradtour aufgemacht und drei auf die 100km Gravelrunde, die dieses Jahr zum ersten Mal angeboten wurde.

Die Fahrt mit dem Rennrad hat uns u. a. an der Wieskirche vorbei und am Forggensee entlanggeführt. Wir fuhren durch den wunderschönen Pfaffenwinkel mit traumhaften Ausblicken auf die Alpenkette bei blauem Himmel auf sehr ruhigen Straßen.

Nach 160km/1.800hm sind wir gemeinsam wieder in Peiting angekommen.
Unser Senior Jürgen T. (82J.) ist nach 120km ins Ziel gerollt. Was für eine Leistung!

Unsere drei gutgelaunten Graveler haben uns bereits erwartet. Sie fuhren 100km/1200hm auf Wald- und Schotterstraßen, überquerten einen Fluss und bekamen nasse Füße. Was für ein großartiges Abenteuer.

Zusammen beendeten wir den wunderschönen Tag. Die Stimmung war ausgelassen, wir waren alle glücklich, zufrieden und stolz diese Strecken gemeinsam gemeistert zu haben.

Der gemeinnützige Verein Bamberg:UA wurde bereits 2017 von ukrainischen Studierenden gegründet. Als am 24. Februar 2022 Russland in die Ukraine einmarschierte, konzentrierte sich der Verein ausschließlich auf humanitäre Hilfe. Gebrauchte, aber voll funktionsfähige Erst-Hilfe-Fahrzeuge konnten finanziert durch Spendengelder in die Ukraine überführt werden.
Mit dem Ziel, 10 Erste-Hilfe-Fahrzeuge in die Ukraine zu bringen, wurde von Jörg Kurzke ein „Bike-Convoy for Ukraine“ zu Jahresbeginn angekündigt. Ich (August Mayer) wollte sofort eines dieser 10 angepeilten Fahrzeuge in die Ukraine überführen und dann mit dem Fahrrad zurückkehren. Öffentlichkeitswirksam sollte dieser Hilfskonvoi von Radfahrern begleitet werden. Jörg hatte für dieses Event eine Strecke von über 1200km ausgearbeitet, die in einer 6-Etappen-Variante, oder als Brevet in einem Zeitlimit von 96 Stunden gefahren werden konnte. Als mir 2 Tage vor der Fahrt telefonisch mitgeteilt wurde, dass genügend Autofahrer zur Verfügung standen, war für mich sofort klar mit dem Rad hin und zurückzufahren.
Medienwirksam wurde der Konvoi aus letztendlich 14 Erste-Hilfe-Fahrzeugen und Radfahrern von der Theresienwiese in München aus am 05.07.2025 auf den Weg geschickt. Insgesamt 60 Teilnehmer für die Etappenfahrt und etwa 40 Brevetfahrer, darunter die beiden Vereinsmitglieder Jörg Kurzke und Werner Spatzenegger und ich, machten sich auf den langen Weg. Über das erste Etappenziel Eggenfelden ging es über Linz weiter nach Wien und Prerov in Tschechien, dann weiter nach Krakau zur polnische Grenzort Przemysl.
Bei widrigem Wetter mussten wir bis zu 8 Stunden im Regen fahren. Der Dauerregen verwandelte einzelne ungeteerte Passagen des Donauradwegs in eine Morastlandschaft. Durchbeißen war die Devise für uns! Platte Reifen häuften sich bei diesen Wetterbedingungen. Ein kleiner, kaum sichtbarer 2mm-Riss in Felgenhöhe hat bei mir 5 Ersatzschläuche platzen lassen. Nach dem Erkennen des Problems bin ich mit Minimaldruck weitergefahren, bis mich ein Schlagloch in der Slowakei jäh stoppte. Mit einem Ersatzschlauch von Jörg, der glücklicherweise Minuten später vorbeikam, schaffte ich dann die 50-60km bis zum Versorgungsfahrzeug.
Mit weniger als 20 Radfahrer überquerten wir am 11.05. die Grenze zur Ukraine. Begleitet wurden sie von ukrainischen Radfahrern im „Bike-Convoy“ nach Lwiw. Dort wurden die Fahrzeuge offiziell übergeben. Neben der erlebten Dankbarkeit wurden alle auch mit den Schrecken des Krieges konfrontiert: Besuch eines Reha-Zentrums für Kriegsversehrte, des „Heldenfriedhofs“ mit Beerdigung eines jungen Soldaten und ein Luftalarm in der Nacht.
Während die meisten Teilnehmer mit dem Flugzeug, dem Zug oder Flixbus wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind, habe ich wie vorgesehen mit dem Rad den Rückweg angetreten. Ein Speichenbruch am Hinterrad im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet zwang aber auch mich zum Umsteigen in die Bahn.


Geschrieben von August Mayer