Eine außergewöhnliche Herausforderung stellten sich Herbert Thurner, Stephan Moll, Michl König, Julian Drabnitzke und Thomas Struck beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen in Kelheim. Gemeinsam mit rund 1.250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gingen sie auf den anspruchsvollen 17 Kilometer langen Rundkurs, der pro Runde mit rund 200 Höhenmetern gespickt war.
Neben der sportlichen Herausforderung verlangten auch die äußeren Bedingungen den Fahrern alles ab. Bei Temperaturen um die 30 Grad am Tag wurde jede Runde zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Doch die besondere Atmosphäre machte vieles wett: Die gesamte Region steht hinter dieser Veranstaltung. Vor allem am Anstieg sorgten unzählige Zuschauer Tag und Nacht für eine beeindruckende Stimmung und feuerten die Fahrer lautstark an – selbst tief in der Nacht.
Am Berg fuhr jeder sein eigenes Tempo, denn dort entscheidet die individuelle Leistungsfähigkeit. Auf den flachen Passagen und in der Abfahrt war dagegen Taktik gefragt. Wer das Glück hatte, eine passende Gruppe zu finden, konnte sich im Windschatten abwechseln und wertvolle Kräfte sparen. Das Fahren in einer gut harmonierenden Gruppe machte oft den Unterschied zwischen einer schnellen und einer durchschnittlichen Runde. Wer alleine unterwegs war, musste deutlich mehr Energie investieren und verlor entsprechend Zeit. Manchmal ist man aber einfach nur Sportsmann und gibt Schwächeren Windschatten.
Eine der größten Herausforderungen eines 24-Stunden-Rennens ist jedoch die richtige Verpflegung. Nach stundenlanger intensiver Belastung signalisiert der Körper oft keinen Hunger mehr, obwohl er dringend Energie benötigt. Trotzdem muss kontinuierlich gegessen und getrunken werden, um die Leistungsfähigkeit über viele Stunden aufrechtzuerhalten.
Unser Team meisterte diese Herausforderung mit Bravour. Nach 23 Stunden und 36 Minuten standen beeindruckende 770 Kilometer, 9.500 Höhenmeter und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 32,7 km/h auf dem Tacho. Mit dieser starken Leistung erreichten unsere fünf Fahrer einen hervorragenden 8. Platz unter 27 Teams – ein Ergebnis, auf das das gesamte Team stolz sein kann.

Vor dem Start

Julian am Start

Wechselzone in der Nacht

Im Ziel nach 24h
Die diesjährige Frühjahrsvereinsfahrt führte unsere 20-köpfige Soli-Gruppe nach Venetien, in die charmante Kleinstadt Bassano del Grappa. Leider spielte das Wetter diesmal nicht so ganz mit, und die Stadt empfing uns erstmal mit heftigem Regen, an Radfahren war nicht zu denken.
An den beiden darauffolgenden Tagen konnten wir die Räder packen und die, für die meisten von uns, unbekannte Gegend erkunden.
Das Highlight war natürlich der Monte Grappa, die höchste Erhebung des Grappastocks. Mit einer Weglänge von rund 25 km und ca. 1.580 hm am Stück kam man genug ins Schwitzen, sodass man die 4 Grad am Gipfel erst gar nicht bemerkte. Nach einer spektakulären Abfahrt und, wegen einer Baustelle, bisserl Umweg Fahren, waren alle Radler nach 118 km glücklich im Hotel zurück.
Die letzten Tage waren dann leider wieder verregnet und man schaltete auf Kulturprogramm: Grappa-Museum, diverse Kirchen, Ausflüge nach Marostica, Padua, Vicenza und Venedig.
Das gute Essen und gemütliche Beisammensitzen am Abend sorgten aber dafür, dass der Kurzurlaub doch noch in guter Erinnerung bleibt.
Geschrieben von Carmen
Am 1. Mai um 9 Uhr starten rund 400 Radfahrerinnen und Radfahrer aus ganz Deutschland und der Schweiz in Richtung Wartburg.
Mit dabei: unser Soli-Team – zwei erfahrene Randonneure und drei motivierte Newcomer. In einem Zweiten Team war auch noch Werner Spatzenegger mit Horstl unterwegs.
Los geht’s bei der Sternfahrt am Augsburger Hauptbahnhof, mit einem klaren Ziel: 24 Stunden, fünf Kontrollstellen, 370 Kilometer mit mehr als 3000 Höhenmeter und jede Menge gemeinsame Erlebnisse. Die erste Etappe führt nach Donauwörth, weiter über Ansbach bis nach Uffenheim. Dort wartet in einer Pizzeria das erste kulinarische Highlight. Die Strecke durch Mittel- und Unterfranken zeigt sich von ihrer schönsten Seite: kleine Straßen, idyllische Orte und blühende Rapsfelder, die die fünf mit Duft und Farbe begleiten. In der Nacht wird es dann spannend: Ein Plattfuß bremst das Team kurz aus – doch gemeinsam, ruhig und routiniert ist das Problem schnell gelöst. Genau solche Momente machen den Teamgeist aus. Gegen 6 Uhr morgens erreichen die Solis den letzten Kontrollpunkt in einer Bäckerei. Mit frischem Tageslicht geht es auf die letzten 30 Kilometer – inklusive einiger Höhenmeter.
Pünktlich und glücklich kommt das Team an der Wartburg an. Hinter ihnen liegen 24 intensive Stunden voller Eindrücke: Tag und Nacht, Kälte und Wärme, Anstiege und Abfahrten.
Ein Erlebnis, das verbindet.



