Nils beim Halbmarathon Fürstenfeldbruck – Hardys Stadtlauf
So, das Abschlusstraining für die MD Erlangen stand an. Dafür ging es an diesem warmen Sonntag mit dem alten Rennrad in Turnschuhen über Emmering nach Fürstenfeldbruck. Dadurch hatte ich, bevor ich überhaupt gelaufen bin, schon 20 km in den Beinen.
Beim Fürstenfeldbrucker Halbmarathon war heute für mich Premiere. Entsprechend lag auch bei mir etwas Anspannung in der schon am Morgen sehr heißen Luft. Aber die Abholung der Startunterlagen ging zügig und ohne viel Wartezeit im Hardys Fitnessstudio vonstatten. Es war alles zentral vor Ort: Umkleiden mit Duschen im Keller, dort konnte ich auch meinen Rucksack lassen. Gut wäre noch ein Schloss für einen Spind gewesen, aber bei Sportveranstaltungen wurde mir zum Glück noch nie etwas gestohlen. Das darf gerne so bleiben. Dann draußen noch ein bisschen laufspezifisch warm gemacht und ab zum Start. Es waren vier Runden zu laufen, wobei die erste Runde noch eine kleine Verlängerung an der Amper hatte, um die Halbmarathondistanz abzubilden.
Die Strecke ist recht kurvig. Es geht durch die Stadt, an die Amper, einmal einen Bogen, dann über den Parkplatz am Forum/Kloster Fürstenfeld und durch den Stadtpark zurück. Zwei Unterführungen und zwei Brücken sind dabei zu laufen bzw. zu gehen. Der Untergrund ist insgesamt in Ordnung. Nur an der Amper gibt es schon ein paar fiese Steine. Meine Garmin zeigte an, dass eine Runde etwa 100 m zu kurz war, aber egal. Sagen wir das einfach nicht weiter. Bestzeiten sind bei mir dadurch ohnehin nicht mehr drin. Dazu meinte es der Wettergott mit rund 29 Grad Hitze besonders gut mit uns. Am Schluss wurde das Feld auf dem Asphalt ordentlich gebraten, und die Strecke war ohnehin nicht gerade ein Tempokurs. Eine halbe Stunde später wurden der 10-km-, 5-km- und Nordic-Walking-Lauf gestartet. Da wurde es dann auch etwas eng. Vor allem, wenn Leute nebeneinander walken oder laufen, obwohl es von der Streckenbreite her etwas schwierig ist.
Die Hitze forderte auch bei mir ab Ende der dritten Runde ihren Tribut, und der Puls ging richtig schön hoch. Das sollte er eigentlich nicht, da der Lauf ja als Trainingslauf ausgelegt war. Na ja, egal. Ich habe einfach versucht, auf keinen Fall schneller zu laufen, was auf der vierten Runde ohnehin nicht mehr ging. Für einen Zielsprint hat es aber trotzdem noch gereicht.
Zur Verpflegung bei der Hitze: Auf der Strecke gab es bei etwa Kilometer 2,5 und 5 Wasser, sonst nichts. Zum Glück hatte ich ein paar Gummibärchen dabei. Mein Ziel, unter 2:15 Stunden zu finishen, konnte ich gut umsetzen. Danach ging es unter die Dusche und über Aubing mit dem Rad 30 km wieder nach Hause. Das hat für den Tag dann auch vollkommen gereicht.
Eine Sache muss ich noch loswerden, auch wenn sie eher peinlich ist. Ich denke aber, viele Radfahrerinnen und Radfahrer werden es nachvollziehen können. Auf dem Rückweg wurde ich noch von einem Mountainbiker hektisch überholt, bei dem ich mich dann einfach mit meinem alten Rennrad, ohne Klickpedale und in Turnschuhen bewaffnet, in den Windschatten hängen musste!
Ich dachte, der schleppt mich schön bis nach Dachau heim. Leider explodierte er nach 2 km bei seinem angeschlagenen Tempo. Tz, tz, tz, tz – der Kampfgeist ist also noch nicht verloren. Und wie billig ich mir meine kleinen Tageshighlights verschaffe, ist wirklich zu hinterfragen. Zum Glück gibt es hier keine Kommentarfunktion.
Fazit Top-Abschlusstraining – der Sommer ist schön.
Der Lauf selbst ist ein Kann, aber kein unbedingtes Muss. Er ist eher als Breitensportveranstaltung zu sehen. Dafür ist er sicher gut geeignet, und die rund 1.500 Starter über alle Strecken sprechen ebenfalls für den Lauf. Die Kilometer sind allerdings nur mit den Zahlen 1 bis 5 ausgeschildert. Was mich aber wirklich überzeugt hat, waren die Top-Helfer – alle suuuuper nett – und die Stimmung im Ziel. Bei Erdinger, Prinzenrolle, Äpfeln und Melone lässt es sich bestens aushalten. Meldet man sich sehr früh an, bekommt man den Startplatz inklusive T-Shirt für unter 30 Euro, was ich durchaus als fair betrachte.
Jetzt heißt es tapern für den Karlsfeld Triathlon.










