Samstag, 30. April 2022, kurz vor 9:00 Uhr, treffen sich die Mitglieder der beiden Flèche-Teams am Dachauer Schloss, um gemeinsam die Sternfahrt zur Wartburg zu bestreiten.
Das 3. Team um Werner Spatzenegger startete mit etwas kürzerer Strecke von Meitingen aus.

Bei der Flèche Allemagne geht es darum, in 24 Stunden mindestens 360 km zu absolvieren, wobei die letzten 25 km zwischen 7:00 h und 9:00 h früh absolviert werden müssen, um so ein ungefähr gemeinsames Ankommen aller Teams auf einmal zu ermöglichen. Die Strecken jedes Teams, bestehend aus mindestens drei und maximal 5 Fahrern, müssen dabei die Strecken vorab genehmigen lassen und entsprechend festgelegte Kontrollstellen passieren.

... und so ist es ausgegangen, ein Bericht von Martin Pernleitner.

 

 

Leider mussten unsere Teams aufgrund von Corona kurzfristig nochmal umgeschichtet werden, aber schlussendlich rollte man um 9:00 Uhr los. Team "Arbeiter Sportverein Solidarität Dachau" mit Jörg Kurzke, Horst Schwanke (Gast) und Daniel Leppin (Gast) und Team "Forice_Soli" mit Christina Jochum (Forice), Claudia Schneider, Thomas Struck und Martin Pernleitner von Dachau aus und das Team "Soli-Dachau" mit Werner Spatzenegger, Lothar Koch, Rupert Schmidt (Gast) und Timo Ebeling (Gast) von Meitingen aus.

 

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Vom Wetterbericht her war eher durchwachsenes Wetter angesagt und daher rechnete man damit, mal nass zu werden. Doch in der Früh war es trocken und auch nicht zu kalt, daher konnte man frohgemut losradeln.
Die Strecke verlief von Dachau aus über Neuburg an der Donau, Weißenburg, Uffenheim, Schweinfurt, Mellrichstadt nach Eisenach. In jeder dieser Orte fand eine Kontrolle statt.
Es ging ganz gut voran und bis auf ein paar Regenspritzer hielt auch das Wetter. Wir fuhren quasi dem Regen hinterher, denn die Straßen waren doch öfters nass.
Den ganzen Weg über, vor allem noch in Bayern, waren die Vorbereitungen zu den Maibaumaufstellungen im Gange, und so wurde man auch das ein oder andere Mal angefeuert.
Straßensperren wurden auch hin und wieder ignoriert (mit dem Radl kommt man schon durch ;o) ), und so kommt es dann auch mal vor, dass auf einmal ein Bierzelt auf der Straße steht oder es geschickter wäre, in diesem Moment ein Gravelbike zu haben. Kritischer wird es nur dann, wenn eine Brücke fehlt. Aber auch das wird gemeistert.

 

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Um ca. 19:00 Uhr trifft man dann bereits die 3. Mannschaft in der Pizzeria in Uffenheim, die aber kurz nach unserem Eintreffen wieder weiterfährt. Zu dem Zeitpunkt dachten wir, die haben wir bald eingeholt. Sollte aber anders kommen.
Nach einer doch etwas längeren Pause mit Pizza und Spaghetti, bricht auch schon die Nacht herein. Dann ereignet sich leider auch noch eine Panne, die aber mit vereinten Kräften behoben werden kann. Es dauerte aber doch gute 15 – 20 Minuten, sollte aber auch die Einzige bleiben, von einem kaputten Reißverschluss einer Warnweste mal abgesehen.
Gegen 0:30 Uhr Einkehr im McDonalds in Schweinfurt und zu dem Zeitpunkt waren wir schon knapp 1 h hinter dem ursprünglich von Jörg kalkuliertem Plan. Weniger der Geschwindigkeit am Radl, sondern eher den Pausen geschuldet.
Nach den Pausen ist es dann auch schwer, wieder in die Gänge zu kommen, vor allem, wenn neben der Kälte, sich auch noch die Müdigkeit einschleicht. Und so strampeln wir durch die Nacht, kehren zu Stärkung gegen 4:00h in einer Autobahnraststelle in Mellrichstadt ein. Team 3 war 20 min davor bereits hier.
Weiter ging‘s und gegen Sonnenaufgang wurde es nochmal richtig kalt. Das Thermometer zeigte nur 3,5° an. Aber das Ziel vor Augen brachte den nötigen Schub und man musste sich jetzt auch schon sputen, denn um 9:00 Uhr musste man auf der Wartburg sein. Die letzten Anstiege vor Eisenach hatten es dann nochmal in sich, aber schlussendlich war das Ziel in der vorgegebenen Zeit erreicht.
Team 3 war dann kurz nach uns im Ziel, wo sie überholt wurden, wusste aber keiner.

Danach gab es für die Finisher Bratwurst und Bier, quasi ein perfekter Frühschoppen, und gegen Mittag konnten auch schon wieder die Heimreisen angetreten werden.

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Zum Schluss noch ein Lob an die Mädls im Team, die zum ersten Mal eine so lange Strecke am Stück mit Bravur gemeistert haben.

Fazit: Sche woars!

 

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