Urkunde kl

 

 

Ich bin wieder da! Dreiburgenlandmarathon! 

 

Das hört sich eher nach einem Märchen als nach 880 Hm, auf 2 Halbmarathonrunden an.

Nils mittel
 
Nils Demut mitte
 

 

2020 durch Zufall und aus der Not heraus gelaufen, hat man doch die Vorzüge erkannt. Normalerweise immer eine Veranstaltung im April. Corona bedingt nun wieder auf den Oktober verschoben.  Startplatz kein Problem, will sich bei dem Streckenanspruch leider keiner antun. Eine Übernachtung im Hotel, das den Lauf mit dem örtlichen Sportverein organisiert, direkt an der Start und Finish-Line macht gute Laune. Sprich man kippt 3 min. nach dem Zieleinlauf ins Zimmer bzw. später in die Sauna. Warum sich da soooo wenig Leute anmelden, ist somit auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite aber auch nicht. Ist die Veranstaltung doch ganz nett organisiert und bietet ja auch noch einen Halbmarathon, der dann doch mehr Zuspruch findet. So stand ich nun an einen Samstag, in kurzer Hose und T-Shirt, noch vollgegessen vom Schnitzel des Vorabends, drei Wochen nach Berlin, mit 25000 Läufer und sommerlicher Hitze, hier am Start. Sonne war auch da. Hurra, 3 Grad brrrr..

Um mich rum ein paar andere Gestalten, die das gleiche Ziel hatten. 2x die landschaftlich schöne Strecke zu schaffen. Die Strecke kannte man noch vom letzten Jahr, so konnte man sich nicht verlaufen. Am Anfang erst mal der Brecher, eine Endlos-Rampe in den Wald. Toll wie die Stimmung mit der durchscheinenden Sonne dort ist. Irgendwann war man aus dem Wald wieder raus. Lief durch irgendwelche Dörfer, auf eine Landstraße immer rauf und runter. Dabei hatte ich mir angewöhnt, wenn der Puls extrem hoch geht echt zu gehen und wenn´s abwärts geht, es laufen zu lassen und auf den wenigen Graden mein Marathon Tempo von 6:20 zu halten. Dann gings einmal noch um einen sehr schönen kleinen See und wieder wellig zum Start Ziel zurück. 1. Hälfte ca. 2:19. Kurz am Start / Ziel die ausliegenden Gels geschnappt.

Ab auf die zweite Runde, dort wurde es dann, wirklich ungemütlich, sprich die Muskeln haben bergauf keinen Bock mehr und die Sehnen und Bänder mögen nicht mehr runter laufen. Jammern hilft nicht, heule leise, wir haben noch a bisserl was vor uns. Ich brauchte dann doch für die zweite Runde etwas länger als für die Erste. Das Gel blieb dieses Jahr, bei der Achterbahn Fahrt brav drin, Cola gabs auch und ich finishte glücklich in 4:49 Std. Somit fast 10 min schneller als letztes Jahr. 

Die Auswertung war dann interessant. Wurde ich doch 22.-er. meine beste Platzierung ever! Das es nur 26 Starter waren, bleibt hier bitte unser kleines Geheimnis. 

Im Ziel wurde einem die Medaille entgegengestreckt und ein Bier in die Hand gedrückt. Mehr Schnickschnack brauchte es nicht. 

Die Treppe im Hotel wurde dann auch noch gemeistert.

Danach dann ab ins Zimmer, geduscht, noch Sauna und ein deftiges 4 Gänge Menü. 

Am Abend wurde noch der Bärwurz aus der Minibar geplündert. Habe mir sagen lasse, das der gut gegen den Muskelkater hilft. Sollte der Patient aber dann auch überdosieren!

Jetzt ist erst mal bis Februar Off-Season! Welcome 2022... ich hoffe das, die Pläne dann einfacher umgesetzt werden können und drücke uns alle die Daumen.

Gruß aus dem Bayerischen Wald.

Euer Nils