Mit viel Vorfreude, einer ordentlichen Portion Respekt und einem unguten Gefühl bezüglich der Wettervorhersage machten wir (Achim, Herbert, Thomas „Lemi“ Lemberger und Thomas Struck) uns auf den Weg zum Nürburgring, der umgangssprachlich auch die Grüne Hölle genannt wird. Im Rahmen des Rad am Ring Events starteten wir, für die Soli Dachau, als 4er-Team beim 24 Stunden Rennen. Einmal mehr macht die „Grüne Hölle“ ihrem Namen alle Ehre. Auf der 26km langen Achterbahn durch die Hocheifel sind 580 Höhenmeter zu absolvieren. Bekannt ist die Gegend aber auch für ihre Wetterkapriolen.

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Unser Rennen als Chronologie:

13:46: Achim macht sich zusammen mit den 700 anderen Startfahrern der 4er Teams auf die erste Runde. Es hat knapp über 30 Grad.  Auf Achim folgt Lemi, Herbert und Tom. Wir fahren jeweils eine Runde.

16:00: Es beginnt zu regnen. Es wird extrem rutschig, das Regenwasser in Verbindung mit dem Gummiabrieb auf der Strecke wirkt wie Schmierseife. Es kommt zu vielen unschönen Stürzen. Wir bleiben zum Glück davon verschont. Trotz Regen „grooven“ wir uns ein. Wir rollen unter den schnellsten 10% mit. Jeder versucht seinen Rhythmus von Fahren, Erholen, Essen und solch "profanen“ Dingen wie kochen und abwaschen zu finden.

21:00: Platzregen von Hatzenbach bis Breitscheid. Hier geht es teilweise 15% bergab. Bei 50km/h tut Regen weh auf der Haut. In der „Chris Froome Abfahrtshocke“ stürzt ein Fahrer in die Auslaufzone. Wir vermeiden Risiko wo es geht, verlieren ein paar Plätze, bleiben gesund und sogar gut gelaunt.

23:30: Teile der Strecke sind jetzt wieder trocken. Dafür geht in den höheren Lagen die Sicht wegen Nebel auf unter 50m. Wir sind auf Platz 41 von 650 Männer Teams.

00:45: Der Regen wird wieder stärker, an manchen Streckenteilen ist die Fahrbahn überschwemmt. Am Anfang waren unsere Rundenzeiten ca. 47 Minuten, aufgrund der Witterung fahren wir mit einer Zeit von ca. 60 Minuten deutlich langsamer.

04:01: Wir sind auf Platz 37, der Regen hat aufgehört, der Nebel bleibt. Zum fünften mal die 18% an der 'Hohen Acht' zur Hedwigshöhe hinauf. Aus dem Lautsprecher dröhnt „An Tagen wie diesen“.

05:50: Der Wetterdienst des Veranstalters meldet, dass es jetzt nur noch einmal regnen wird, allerdings bis zum Ende. Wir überlegen ob wir pausieren, fahren dann aber weiter, weil es ja „nur“ regnet und die Strecke nicht mehr außergewöhnlich rutschig ist. Außerdem wird es wieder hell.

10:00: Achim und danach Lemi fahren jeweils ihre siebte und letzte Runde.

11:46 Damit vor dem Zielschluss noch alle vier Fahrer sieben Runden erreichen und um sich gegenseitig zu unterstützen fahren Herbert und Tom die letzte Runde gemeinsam. Es regnet jetzt 'alles was runter geht'.

12:41 Herbert und Tom überqueren als 39te von 650 Teams das Ziel. In der Altersklasse belegen wir Platz 11 von 249 Teams.