Eigentlich war meine erste Langdistanz bei ruhigem Herbstwetter geplant. Meine erste Langdistanz, wo ich doch mittlerweile schon am Ende der „Agegroup“  55-59 angekommen bin, sollte möglichst reibungslos verlaufen.

Erstens kommt es anders, Zweitens als man denkt: Anstelle des milden italienischen Herbstwetter waren es am Wettkampftag  dann hochsommerliche 33 Grad mit 95% Luftfeuchte.  Dann kam auch noch die Nachricht dazu, dass, wegen der Wassertemperatur von 25 Grad,  Neo-Verbot ausgesprochen wurde.

25 Grad Wassertemperatur  sind zwar eigentlich warm, aber für jemanden wie mich, der extrem schnell friert, ist die Wassertemperatur bei über einer Stunde im Wasser dann doch eine Herausforderung. Dank der vielen Quallen (auch die mögen warmes Wasser) durften die Altersklassen Athleten dann aber doch mit Neo auf die Reise gehen.

Und diese Reise ging dann gegen 8:00 Uhr los. Mein Schwimmen war besser als gedacht. Ich hatte mich bei 1:20 - 1:30 für die 3.8km eingeordnet. Aber bereits nach 1:16 hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen.

Glücklich über den guten Einstieg ging es dann auf die Radstrecke. Zwei Runden waren zu fahren, überwiegend flach, mit zwei ernstzunehmenden Hügeln im Profil (180.5km mit 800Hm). Da ich bedingt durch meinen späten Schwimmstart im hinteren Feld auf das Rad gestiegen bin, war ich ständig am Überholen. Zum Ende des Radfahrens drückte der vom Meer kommende Gegenwind meinen Schnitt. Aber beim Wechsel von der Zeitfahrmaschine auf die Laufschuhe war ich dann mit einem 33er Schnitt doch genau auf meinem Plan für die Raddistanz.

ASchallert Bike IM italy ASchallert swim IM italy

 

Das Laufen ging überraschend gut los. Auf Dauer konnte ich aber die anfänglich eingeschlagene Pace von 5:50 nicht halten. Die Schmerzen in den Oberschenkeln nahmen mit jedem Kilometer zu. So fiel der Schnitt am Ende auf 6:20. Dennoch dachte ich zu keiner Zeit ans Gehen oder Wandern, da war irgendwie ein No-Go in meinem Kopf.

Auch wenn es im Augenblick des Wettkampfes alles sehr weit und lang war, rückblickend vergingen die vier Mal 10km wie im Fluge. Die letzten zwei Kilometer waren sowieso nur noch vom Gefühl getrieben, ein Ziel erreicht zu haben, auf das ich lange hingearbeitet und trainiert habe.

Was ist geblieben- ein paar Blasen, keine ernsthaften überlastungsbedingten Verletzungen (Laufen!!) und das Gefühl auch am Ende der 50er Jahre noch größere sportliche Ziele zu erreichen.

Ach ja die Zeit: Es waren 11Stunden 24 Minuten und damit bin ich von den 114 Altersgenossen 27er geworden.