Soli

Am vergangenen Mittwoch lud der Dachauer Traditionsverein Soli Dachau e.V. zur turnusgemäßen Mitgliederversammlung mit Neuwahlen ein. Im Veranstaltungssaal der Schranne Dachau fanden sich über 70 aktive und passive Mitglieder ein, um den Jahresbericht der Vorstandschaft und der Abteilungen zu hören und die Neuwahlen durchzuführen. Es lag Spannung in der Luft, hatte doch der amtierende Vorsitzende Wolfgang Moll bereits auf der letzten Mitgliederversammlung angekündigt, nach fast 30 Jahren in der Vorstandschaft, davon 19 Jahre als erster Vorsitzender, nicht mehr für ein Vorstandsamt zur Verfügung zu stehen.

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Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung und dem anschließenden Gedenken an verstorbene Mitglieder. Im anschließenden Jahresbericht ging Wolfgang Moll auf das wiederum in allen Belangen erfolgreiche Vereinsjahr 2018 ein. Besondere Erwähnung fand das Bergkriterium, das zum ersten Mal mit einer Live-Bild-Übertragung stattfand. Dies wurde durch die großzügige Unterstützung der Volksbank Dachau, die in diesem Jahr Jubiläum feierte, möglich. Besonders bedankte sich Wolfgang Moll bei den zahlreichen Helfern, ohne die der Ablauf der Veranstaltung nicht möglich wäre und die in jedem Jahr unermüdlichen Einsatz und Hilfe zeigen. Der positive Abschluss des Bergkriteriums auch in finanzieller Hinsicht ist u.a. dem großzügigen Engagement weiterer Sponsoren, z.B. der Sparkasse Dachau, Autosalon Faber, der Firma Hörl & Hartmann und der Brauerei Erdinger zu verdanken. Anschließend erfolgte der positive Kassenbericht mit einem durchaus zufriedenstellenden Ergebnis für das Geschäftsjahr 2018, die ordentliche Kassenführung wurde von den Revisoren bestätigt. Besondere Erwähnung fand in diesem Zusammenhang das ehrenamtliche Engagement aller Übungsleiter, die ihre Freizeit für die vielen sportlichen Angeboten unentgeltlich zur Verfügung stellen.

In den anschließenden Berichten der Abteilungsleitungen kam zum Ausdruck, dass überall rege Teilnahme an den stattfindenden Trainingsangeboten bestand. Die erst 2016 gegründete Triathlonabteilung verzeichnet regen Zulauf an aktiven Sportlern. Für 2019 ist die Gründung einer Laufgemeinschaft mit dem zweiten Dachauer Radsportverein „Forice“ geplant, die dann 2020 offiziell bei ausgeschriebenen Veranstaltungen teilnehmen wird. Die Nachwuchsarbeit unter Leitung von Thomas Heinrich besticht durch innovative Ideen der Trainingsgestaltung, mittlerweile werden fast 50 Kinder unter Mithilfe engagierter Eltern bei den SoliKids betreut. In der Radsportabteilung finden Ausfahrten für verschiedene Leistungsgruppen statt, hauptsächlich finden sich Straßenradfahrer ein, im Bereich Mountainbiken ist die Teilnehmerzahl noch ausbaufähig, Rainer Opitz ist aber unermüdlich dabei, egal ob sich Mitstreiter bei den Touren einfinden oder nicht. Die Skiabteilung verzeichnet im Bereich Übungsleiter einen steilen Weg nach oben, erfreulich, dass sich viele junge Mitglieder zu dieser zeitlich durchaus aufwendigen Ausbildung bereit erklärt haben. Das Können wird im Rahmen der Schisportgemeinschaft mit dem ASV an die Teilnehmer der Schikurse weitergegeben. Ein Wermutstropfen ist, dass sich die bisherige Abteilungsleitung Markus Kraßnitzer und Max Ploss nicht weiter zur Verfügung gestellt haben. Diese Abteilung organisiert sich deshalb bis zu einer neuen Lösung selbst. Andreas Ledutke konnte von der Kunstradabteilung überaus Erfreuliches zu den Teilnahmen an nationalen und internationalen Meisterschaften berichten. Diese kleine aber sehr feine Abteilung begeistert mit konstantem Mitgliederbestand und einer beachtenswerten Leistungsbereitschaft in Sachen Training und Erfolgen bei den verschiedensten Turnieren.
Andreas Strasser als Einzelkämpfer im Trial konnte wiederum großen Erfolg bei der Deutschen Meisterschaft sowie vordere Plätze auf europäischer und internationaler Ebene verzeichnen, unter anderem die erfolgreiche Teilnahme an der Weltmeisterschaft in China. Die Tischtennisabteilung hält sich wacker trotz fehlender Neumitglieder in der Zusammenarbeit mit dem Postsportverein Dachau, mit dem auch das Training und die Teilnahme an Turnieren organisiert wird. Alle Abteilungsleitungen erhielten für ihre Berichte ausgiebigen Applaus der Mitglieder und damit eine Bestätigung für ihren unermüdlichen Einsatz. Nach der Entlastung der Vorstandschaft wurde mit der Einleitung der Neuwahlen begonnen und der Wahlausschuss unter Leitung des Dachauer Sportreferenten Günther Dietz, der auf besondere Einladung der Jahreshauptversammlung beiwohnte, zusammengestellt.

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Wolfgang Moll konnte für alle vakanten Posten Vorschläge unterbreiten, die von den Mitgliedern erfreulicherweise in fast einstimmigen Beschlüssen angenommen wurden und auch von allen Gewählten mit einem Dankeschön für das ausgesprochene Vertrauen angenommen wurden. Abschließend wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter vom Ehrenvorsitzenden Hans Moser mit kleinen Präsenten verabschiedet. Wolfgang Moll erhielt neben einem Geschenkkorb andauernde „standing ovations“ als Anerkennung und Dankeschön für seinen außergewöhnlichen und unermüdlichen Einsatz für den Verein in den letzten drei Jahrzehnten.
Die Veranstaltung wurde von der neuen Vorsitzendem mit einem Wunsch nach einem guten Nachhauseweg und dem chinesischen Sprichwort „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und andere Windmühlen“ verbunden mit der Bitte nach dem Bau von vielen Windmühlen, beendet.




Die neuen Amtsinhaber der Soli Dachau e.V.

Vorsitz Renate Märtl-Balk
Stellvertr. Vorsitz Andreas Ledutke
Kassier                 Andreas Müller
Stellvertr. Kassier Susanne Schäffler
Schriftführer     Beate Müller
Stellv. Schriftführer Elke Morlok
Jugendleiter Thomas Heinrich
Medienreferent/Zeugwart Michael Hillreiner
Abteilungsleitung Kunstrad Andreas Ledutke
Stellvertr. Abteilungsleitung Carolin Huber
Abteilungsleitung Radrennsport Achim Weigand
Stellvertr. Abteilungsleitung Werner Spatzenegger
Abteilungsleitung Tischtennis Dieter Arnold
Stellvertr. Abteilungsleitung Günter Berger
Abteilungsleitung Triathlon/Laufen Thomas Struck
Stellvertr. Abteilungsleitung Elke Morlok
Revisor Brigitte Clausen
Revisor Inge Zecha
Revisor Stefan Winter


Kontakt zu den Amtsinhaber

Manch einer beginnt das neue Jahr mit dem guten Vorsatz mehr Sport zu machen. Andere beenden das Jahr mit Sport, z.B. mit einem der zahlreichen Silvester Läufe, bevor sie das neue Sportjahr beginnen. So auch die Läufer der Soli Dachau, die zahlreich in Pfaffenhofen an der Glonn, zur dortigen dritten Auflage des Silvesterlaufs angetreten sind. Allesamt mit viel Respekt vor der hügeligen schweren Strecke.

Mehr als 600 Teilnehmer über die Laufdistanzen von 5 und 10km, sowie 5km Nordic Walking, bescherten dem Veranstalter eine Rekordbeteiligung

Schnellster bei den Männern über 10km war Benjamin Dillitz von den Stadtwerken München mit 33:09, Schnellste Frau war Nicole Bretting in 42:18. Hier die Ergebnisse der Soli Läufer im Detail:

   Distanz  Zeit  Pl./Pl. AK
Andreas Ledutke  5km Walking  38:26  1 / 1 M50 
Babett Erl 5km Volkslauf 29:33 20 / 1 W40
Thomas Munke 5km Volkslauf 29:22 71 / 7 M40
Thomas Struck 10km 40:44 16 / 4 M45
 Florian Grüner 10km 42:22 26 / 4 M35
 Robert Erl 10km 48:53 88 / 6 M55
 Frank Pfeiffer 10km 49:11 91 /7 M55
 Ingrid Hoffmann 10km 50:11 20 / 3 W50
 Silvia Häder 10km 59:43 45 / 7 W50
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Warum läuft man einen Halbmarathon nicht einfach nur im Flachland? Na, weil es in den Bergen auch Spaß macht!

Es war am 7. Oktober als Elke und ich am Start in Söll beim Pölventrail standen, und was war… das ganze Jahr Sonnenschein, aber wenn wir zwei starten, so wie beim Stilfser Joch Radtag - Regen !!

Egal, Augen zu und durch. Es war zwar dann alles nass und glitschig, aber wir zwei haben die 23km mit 1240 Höhenmetern trotzdem gut und gesund gemeistert.

Und wir haben sogar nicht mal schlecht abgeschnitten: Wir wurden 4. und 5. von 18 in unserer Altersklasse.

Aber darauf kam es uns gar nicht an.
Wir wollten uns einfach ein schönes Mädels-Wochenende machen - mit einer kleinen Sporteinlage ;)

Kann gut sein, dass das nicht unser letzter gemeinsamer Berglauf war…

Elke & Claudia

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Eigentlich war meine erste Langdistanz bei ruhigem Herbstwetter geplant. Meine erste Langdistanz, wo ich doch mittlerweile schon am Ende der „Agegroup“  55-59 angekommen bin, sollte möglichst reibungslos verlaufen.

Erstens kommt es anders, Zweitens als man denkt: Anstelle des milden italienischen Herbstwetter waren es am Wettkampftag  dann hochsommerliche 33 Grad mit 95% Luftfeuchte.  Dann kam auch noch die Nachricht dazu, dass, wegen der Wassertemperatur von 25 Grad,  Neo-Verbot ausgesprochen wurde.

25 Grad Wassertemperatur  sind zwar eigentlich warm, aber für jemanden wie mich, der extrem schnell friert, ist die Wassertemperatur bei über einer Stunde im Wasser dann doch eine Herausforderung. Dank der vielen Quallen (auch die mögen warmes Wasser) durften die Altersklassen Athleten dann aber doch mit Neo auf die Reise gehen.

Und diese Reise ging dann gegen 8:00 Uhr los. Mein Schwimmen war besser als gedacht. Ich hatte mich bei 1:20 - 1:30 für die 3.8km eingeordnet. Aber bereits nach 1:16 hatte ich wieder festen Boden unter den Füßen.

Glücklich über den guten Einstieg ging es dann auf die Radstrecke. Zwei Runden waren zu fahren, überwiegend flach, mit zwei ernstzunehmenden Hügeln im Profil (180.5km mit 800Hm). Da ich bedingt durch meinen späten Schwimmstart im hinteren Feld auf das Rad gestiegen bin, war ich ständig am Überholen. Zum Ende des Radfahrens drückte der vom Meer kommende Gegenwind meinen Schnitt. Aber beim Wechsel von der Zeitfahrmaschine auf die Laufschuhe war ich dann mit einem 33er Schnitt doch genau auf meinem Plan für die Raddistanz.

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Das Laufen ging überraschend gut los. Auf Dauer konnte ich aber die anfänglich eingeschlagene Pace von 5:50 nicht halten. Die Schmerzen in den Oberschenkeln nahmen mit jedem Kilometer zu. So fiel der Schnitt am Ende auf 6:20. Dennoch dachte ich zu keiner Zeit ans Gehen oder Wandern, da war irgendwie ein No-Go in meinem Kopf.

Auch wenn es im Augenblick des Wettkampfes alles sehr weit und lang war, rückblickend vergingen die vier Mal 10km wie im Fluge. Die letzten zwei Kilometer waren sowieso nur noch vom Gefühl getrieben, ein Ziel erreicht zu haben, auf das ich lange hingearbeitet und trainiert habe.

Was ist geblieben- ein paar Blasen, keine ernsthaften überlastungsbedingten Verletzungen (Laufen!!) und das Gefühl auch am Ende der 50er Jahre noch größere sportliche Ziele zu erreichen.

Ach ja die Zeit: Es waren 11Stunden 24 Minuten und damit bin ich von den 114 Altersgenossen 27er geworden.