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In Paris Gare de l‘Est angekommen, mussten die Räder erstmal zusammengeschraubt werden und dann ging es quer durch Paris zum Gare Montparnasse, wo die S-Bahn nach Rambouillet losfährt.

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Am Samstag wurden die Startunterlagen abgeholt und die Räder von den Organisatoren überprüft (doppelte Scheinwerfer und Rücklichter, Bremsen etc.). Der Andrang war sehr groß und das Wetter bescheiden, aber ab Sonntag Mittag war bestes Wetter vorhergesagt. Und so kam es auch: Pünktlich zum Start der ersten Solisten (Elke, beide Werner und Lothar starteten schon Sonntag Nachmittag, Achim und Jörg am Montag früh) verzogen sich die Regenwolken und die Sonne brach durch und hielt bis zum Ende an.

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In Gruppen von 350 Randonneuren ging es zunächst recht flott Richtung Westen nach Mortagne au Perche, ab dort wurde es dann zunehmend welliger, der Westwind fing ordentlich an zu blasen und die Gruppen werden zunehmend kleiner.

Das besondere an Paris-Brest-Paris ist vor allen Dingen die Begeisterung der Bretonen, die alle paar Kilometer private Verpflegungsstellen (alles kostenlos) mit Wasser, Kaffee und Gebäck aufbauen. Die Orte auf der Strecke schmücken sich für die Radler. An den einsamsten Stellen stehen Leute und feuern die Radler an und dass selbst in der tiefsten Nacht.

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So radelt man dahin, wird in den Kontrollstellen gut verpflegt, auch wenn man dort wegen der vielen Teilnehmer auch mal länger Schlange stehen muss. Mitunter war sogar die lokale Musikszene aktiv, um den Brevetteilnehmern auch kulturell etwas zu bieten. Leider erlaubten es unsere bereits steifen Knochen nicht, hier ein Tänzchen zu wagen.

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Schlafen muss man bei dieser Tour natürlich auch irgendwann einmal. Die Schlafkonzepte der Soli-Radler waren höchst unterschiedlich, Werner hatte in seinen Plan vier mehr oder weniger kurze Schlafzeiten eingeplant, die anderen radelten jeweils so lange, bis ein Schlafstopp angeraten war.

Etwas Pech hatte Elke dabei, bei ihr vergaß man einfach die Weckzeit und so schlief sie in Brest wesentlich länger als die geplante eine Stunde.

Man muss aber nicht unbedingt in die Schlafsäle der Kontrollstellen Unterschlupf suchen (dort herrscht ein ständiges Schnarchen und Knistern der Alu-Decken), während der ganzen Strecke sieht man immer wieder Radler, die sich einfach ins Feld legen und dort ein Nickerchen halten, oder man legt sich dorthin, wo Platz ist.

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Kurz vor Brest kommen dann die ersten Fahrer schon wieder entgegen, da heißt die Motivation hochhalten, vorallem wenn man selbst den Wendepunkt noch vor sich hat.

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Ein sehr schöner Moment, ist die Überquerung der Albert-Louppe Brücke, wenn einem die Seeluft des Atlantiks um die Nase weht und Brest in greifbare Nähe rückt.

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Bei dem einen oder anderen war die zurückliegende Anstrengung schon erkennbar, aber in Brest gab es wieder zu Essen und Trinken oder auch Schlafmöglichkeit.

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Frisch gestärkt ging es dann auf fast identischer Strecke zurück nach Paris.

Auf der gesamten Distanz gab es nur mal kurz ein, zwei Schauer, aber zum Ungemach der Teilnehmer drehte der Wind am Dienstag von West nach Ost. Aber auch das konnte die sechs von der Soli nicht aufhalten und so kamen alle innerhalb der Maximalzeit von 90h wieder in Rambouillet an.

Das wurde dann natürlich noch mal gefeiert.

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Am Samstag ging es dann wieder mit dem Rad an den Sehenswürdigkeiten von Paris vorbei zum Bahnhof.

Im TGV bei 300km/h wurden dann auch schon die Pläne für die 20te Ausgabe in 2023 geschmiedet.