Suchen

Radsport

Liebe Sportler(innen) und Zuschauer,

anbei erhaltet ihr das Meldeergebnis (Startliste)


Wir wünschen allen viel Erfolg.


Falls Fragen zu der aktuellen Startliste auftauchen bitte diese an meldung@soli-dachau.de senden.

Einmal mit dem Mountainbike mit eigener Kraft die Alpen überqueren, unbeschreiblich schöne Landschaften sehen, den inneren Schweinehund an gefühlt unendlich langen und teilweise unfahrbar steilen Anstiegen überwinden, auf ebenso langen Trails ins Tal rauschen, zweimal am Tag - ohne schlechtes Gewissen - lecker Essen, am Ziel in Riva einen Cappuccino trinken oder Eis essen und in den Gardasee springen - ein Traum vieler erwachsener Mountainbiker. Wären da nicht die eigene Fitness, die aufwendige Planung und Organisation, die Navigation, ...

Ein Alpencross mit Kindern im Alter von neun bis vierzehn Jahren - verrückt? Keineswegs!
20190807 101341

Am 1. August stehen sechs Kinder der Soli Kids Radsportschule mit je mindestens einem Elternteil aufgeregt am Start in Ehrwald. Es geht durch einen herrlichen Lärchenwald am Weißensee vorbei bis zum ersten steilen Anstieg zum Fernpass. Hier beweisen die Kinder zum ersten Mal ihr in der Radsportschule gelerntes Können und fahren den Berg rauf, während einige Erwachsene schieben müssen. Unten im Tal quält sich die Blechlawine über den Fernpass. Runter geht es über 2000 Jahre altes Pflaster aus der Römerzeit am Fernsteinsee vorbei nach Imst und dann - relativ langweilig - auf der "Fahrradautobahn" entlang des Inns bis zum ersten Etappenziel nach Landeck.

Am zweiten Tag verlassen wir die Via Claudia Augusta und radeln statt nach Nauders zunächst mehr als 1000 Höhenmeter das Paznauntal hinauf nach Ischgl (beide Orte auf ca. 1400 m ü.NN), die letzten 10 km - nach einer längeren Mittags- und Gewitterpause - im strömenden Regen. Auch das gehört zu einem Alpencross.

Am nächsten Morgen geht es mit Seilbahn und Sessellift (Freifahrt bei Übernachtung) hinauf zum Flimjoch auf über 2700 m ü.NN. Bei nur zweig Grad über Null und Wind kein Vergnügen. Also nichts wie die angelegten Trails 1000 Tiefenmeter runter nach Laret (Samnaun) in der Schweiz. Nach kurzer Zeit ist die Kälte vergessen und das Zittern einem fetten Grinsen gewichen. Der Umweg über Ischgl hat sich auf jeden Fall gelohnt! Nach einer weiteren rasanten Abfahrt auf der Straße geht es wieder den Inn hinauf an der imposanten Finstermünz vorbei über die Norbertshöhe nach Nauders.

Statt - auf der "Fahrradautobahn" - flach über den Fernpass am Reschensee mit der versunkenen Kirche vorbei nach Südtirol ins Vinschgau zu rollen, machen wir am vierten Tag zunächst mit der Seilbahn einen Abstecher zu den "3 Länder Enduro Trails". Über die einfachen Alm- und Plamort-Trails geht es zu den Bunkern und Panzersperren aus dem zweiten Weltkrieg - mit traumhaften Blick über den Reschensee zum schneebedeckten "König Ortler". Kurz danach teilen wir uns in zwei Gruppen: die jüngeren Kinder fahren mit einem Teil der Eltern den Forstweg ist Tal, während die beiden älteren Mädels auf dem anspruchsvollen Bunker-Trail den Erwachsenen zeigen, wie Mountainbiken bergab richtig funktioniert - Respekt! Am Abend gibt es bei Wirt Peter in Morter für alle legendäre Hirtennudel aus einem riesigen Topf.

Ab hier könnten wir stetig bergab durch Apfelplantagen und Weinfelder auf der als "Fahrradautobahn" ausgebauten Via Claudia Augusta meist parallel zur Auto- und Eisenbahn in nur zwei Tagen bis Rovereto und von dort über den einfachen Passo San Giovanni zum Gardasee radeln - langweilig. Wir entscheiden uns deshalb am fünften Tag mit dem Zug von Latsch bis kurz vor Bozen zu fahren und von dort durch den Montiggler Wald nach Kaltern zu radeln. Die - spontan im Internet recherchierten - Trails erweisen sich teilweise als relativ anspruchsvoll und ungepflegt. Beim Baden - vom Ruderboot aus - im Großen Montiggler See und dem Ausblick beim Abendessen von der Terasse des Restaurants zum Alpenglühen der Dolomitengipfel sind die Strapazen aber schnell wieder vergessen.

Am sechsten Tag rollen wir zunächst auf kleinsten Sträßchen durch Weinfelder am Kalterer See vorbei bis Mezzocorona. Kurz darauf beginnt - zunächst ein kurzes Stück auf einer viel befahrenen Straße und durch einen kurzen Tunnel - der lange Anstieg zum Tagesziel nach Cavedago am Fusse der Brenta-Dolomiten. Ein Schild mit Verhaltensregeln bei Sichtung der hier in freier Wildnis lebenden Bären mobilisiert die letzten Kräfte. Als uns beim Abendessen ein längers Gewitter "überrascht", sind wir froh, dass uns unsere Wirtin mit dem Auto zurück in die Unterkunft fährt.
IMG 20190807 WA0019

Am Morgen des siebten und letzten Tages kurbeln wir zunächst 200 Höhenmeter die Straße bis zum Nobelskiort Andalo hinauf. Dort erwartet uns ein Kulturschock: Stau und Fussgängermassen wie in der Münchner Innenstadt. Doch schon kurz nach dem Molvenosee haben wir wieder unsere Ruhe. Italien wie aus dem Bilderbuch. Als wir mittags weder ein Restaurant noch einen - geöffneten - Supermarkt finden, teilen wir unsere letzten Riegel und Gels untereinander. Die Energie benötigen wir dringend für die ca. 100 Höhenmeter Schiebestrecke, die uns noch vom Ziel in Riva trennt. Dann ist der Gardasee endlich in Sicht. Mit glühenden Bremsscheiben und stinkenden Bremsbelägen kommen wir unten am See an und liegen uns in den Armen. Wer schon einmal selber nach einem Alpencross am Gardasee angekommen ist, kennt wahrscheinlich dieses Glücksgefühl. Noch überwältigender ist dieses Gefühl, wenn sechs Kinder (und deren Eltern) ohne Probleme, mit viel Spaß und vor allem heil über die Alpen gekommen sind.

Anschließend haben die meisten noch ein paar schöne Tage gemeinam am Gardasee verbracht. Die - fitten - Kinder und Eltern freuen sich jetzt auf die Teilnahme am Dachauer Bergkriterium.

Insgesamt 786 Teilnehmer sind am Sonntag 21. Juli  trotz anfänglichem Regen bei der Allgäu-Rundfahrt gestartet.

Unser neuer Sponsor „birkenmaier & kusel“ hat zum ersten Mal den 1. Platz erreicht: Glückwunsch!!

Von der Soli waren 4 Rennradler und 1 Mountainbiker dabei.

Werner und Lothar haben eine besondere Leistung gezeigt, denn sie starteten bereits nachts nach Kempten mit dem Rennrad und begannen dann ihre Tour in Durach – eine tolle Leistung!

So schlecht kann das Wetter gar nicht sein, dass nicht auch dort noch ein Pokal für den Teilnehmer stärksten Verein herausspringt. Diesen teilen sich unsere vier Solis mit vier Teilnehmern des RSC Aichach, die drei bis vier Stunden bei mehr oder weniger Dauerregen durch das Dachauer Hinterland geradelt sind.

Schade für den Veranstalter Forice 89 Dachau, der heuer leider nur 118 Starter hatte, aber so ist es eben im Outdoorsport.

20190707 RTF DAH120190707 RTF DAH2

An Fronleichnam startete der BAYRISCH-BÖHMISCHE BIER-UND-BÄDER-BREVET.


20190620 Brevet Böhmen1

Nachdem wir uns am Donnerstag in München am Röcklplatz um 10 Uhr mit weiteren gut 60 Randonneuren bei bestem Wetter trafen, fuhren wir von München ostwärts über Rimsting und Ried nach Linz an der Donau in Oberösterreich. In Linz änderten wir unsere Richtung gen Norden und radelten auf kleinsten Straßen stetig auf und ab. Im Mühlviertel mit seiner typisch hügeligen Landschaft, in der sich Wiesen und Wäldern abwechseln, erwarteten uns einige steile, kurze Rampen. Weiter ging es über Jibstenik, ein Paradies für Outdoor Aktivitäten, den Vitava-Radweg entlang, der uns mit seinen kurzen Anstiegen mit 14 - 18% forderte und an dem die sehenswerte Weltkulturerbestadt Cesky Krumlov liegt. Noch ein paar Hügel, ein kräftezehrender 18%er und wir waren in Budweis. Nach Budweis wurde es wieder flacher, recht ruhig zogen sich die einsamen Straßen durch Böhmen, erst ab Dobev ging es wieder etwas öfters bergauf bis Blatna.
20190620 Brevet Böhmen2In Böhmen konnten wir die malerisch schöne Gegend genießen. Obwohl es immer leicht bergauf ging waren wir bald danach in Pilsen. Dort hatten wir unseren nördlichsten Punkt erreicht und pedalierten in welligem Gelände mit einem rauen Straßenbelag über Touskov und Hliky nach Karlsbad und weiter über Pramery nach Marienbad. Karlsbad und Marienbad beeindruckten durch den Prunk der K&K Architektur der vergangenen Zeit. Nach dem Grenzübergang bei Svatna Katerina führte unsere Strecke durch die schöne Oberpfalz mit erträglichen und weniger erträglichen Steigungen auf traumhaften Straßen nach Regensburg.


          
                                                                                                                                                                                       20190620 Brevet Böhmen3
Hinter Regensburg fuhren wir weitgehend ohne Autoverkehr an der Donau entlang bis Kelheim, an der Befreiungshalle vorbei und dort durch die körnerzehrende Hallertau bis Freising. Von Freising kommend umgingen wir großräumig den Münchener Norden, durchkreuzten das Hackermoos und erreichten kurz darauf Dachau und die Stadtgrenze von München bei Karlsfeld. Natürlich passierten wir, um dem Brevetnamen gerecht zu werden, kurz vor dem Ziel am Röcklplatz noch den Augustiner Bräu und die Bavaria an der Theresienwiese.

Von der Soli waren Jörg Kurzke, Achim Weigand und Werner Stock mit am Start. Eckdaten für diesen Brevet waren: 1040 km bei 11500 Hm und ein Zeitlimit von 75 Stunden.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Igor Clukas und Jörg Kurzke für die hervorragende Organisation. Die Strecke führte, wie gewohnt und von Jörg bestens ausgesucht, über verkehrsarme Straßen und Wege durch die wunderschöne Natur von Oberösterreich, dem Böhmerwald und der Oberpfalz.

%MCEPASTEBIN%