Frank Pfeiffer Berlin Marathon 2017

Für den 24. September 2017 hatte ich mir vorgenommen, zum zweiten Mal die Soli Dachau beim Berlin-Marathon zu vertreten. Ein Sommertraining bei Sport-Ruscher in München sollte mir die nötigen Fähigkeiten dazu verleihen. Für die Trainingseinheiten in der Woche und die langen Läufe am Wochenende verzichtete ich hin und wieder auf die Soli-Treffs. Nur drei Läufe des König-Ludwig-Cups nahm ich mit. Ein Halbmarathon in Nürnberg und ein Trainingslager im Fleimstal/Italien schlossen die Vorbereitung ab - die aber wohl etwas zu intensiv war, denn zwei Wochen vor dem Marathon begann eine Sehne am linken Fuß zu schmerzen. Eispackungen, Hochlegen, Ruhe, Kompression hieß von da an mein Training, und hoffen, dass doch noch alles gut wird. Drei Tage beruflich bedingter Messemarathon auf der EMO in Hannover waren auch noch zu bewältigen.

Doch tatsächlich ließ der Schmerz nach. Auf gings nach Berlin. Auf der Marathonmesse am Vortag ließ ich mir noch ein Taping verpassen. Dann der entscheidende Morgen. Anreise und organisatorische Dinge liefen problemlos. Wetter diesig, aber im Gegensatz zum eiskalten Vortag sehr mild. Nach dem Startschuss ging es planmäßig im 5:30er-Schnitt los. Schon ab Kilometer 24 jedoch begannen die Beine zu schmerzen; vielleicht war es die fehlende Bewegung der letzten zwei Wochen, die sich bemerkbar machte. Ich biss die Zähne zusammen, Krämpfe deuteten sich an, und der Mann mit der 4-Stunden-Fahne entfernte sich langsam. Kein Wunder bei einem 6er-Schnitt, den mir meine Uhr gnadenlos bestätigte. Ich aß und trank, was zu bekommen war. Auf dem Ku'Damm dann eine Erholungsphase, die bis zum Schluss anhielt. Ich machte nochmal richtig Tempo und holte etwas Zeit raus. 4:05:31 hieß die Zeit im Ziel. 2015 schaffte ich 4:05:53. Zumindest Kontinuität kann man mir also bescheinigen. Auch wenn ich die 4-Stunden-Marke nicht wie geplant unterbieten konnte, bin ich doch insgesamt zufrieden und glaube, den Lauf anständig zu Ende gebracht und Soli gut vertreten zu haben. Empfehlen kann man den Berlin-Marathon auf jeden Fall. So viel begeisterndes Chaos gibt es wohl kaum sonst irgendwo.

Frank Pfeiffer, Startnummer 34596