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Die zweite Ausgabe des Ilmtaler Halbmarathons + 10 km erwies sich als eine kleine, aber gut organisierte und liebevoll umrahmte Veranstaltung des TSV Jetzendorf, die bei strahlendem Sonnenschein stattfand. Anstehen zur Anmeldung? War hier nicht erforderlich. Eintreffen 20 min vor Startschuss wäre ausreichend gewesen. Ich war deutlich früher da und hatte somit genügend Zeit zum Erkunden der schönen Umgebung und zum Einlaufen. Auch ein "Vorglühen" mit Elektrolyt-Flüssigkeit schien angebracht angesichts der Hitze. Ich fühlte mich topfit für den 10-km-Lauf, der am besten in meinen Trainingsplan passte. Nach dem Startschuss ging es mit Full Power los. Die Strecke nach Hilgertshausen verlief zunächst auf Asphalt, dann wurde es geländiger; man wurde an den Vierkirchener Turmlauf erinnert. Mehrere Steigungen und die Hitze machten das Laufen schwer. Ich fühlte mich langsam. Überholt hat mich dennoch kaum jemand; bei nur 48 Teilnehmern vielleicht kein Wunder. Jeder hatte so seine Position. Ich konnte mich auf den letzten Kilometern gegen die Angriffe der späteren Siegerin in der AK 35 behaupten und holte kurz vor dem Ziel sogar noch die schnellste Frau des Feldes ein. Ein Blick auf die Uhr beim Zieleinlauf ließ jedoch meine Hoffnungen auf eine annehmbare Zeit zerplatzen: 51:01:41 - mein schlechtestes 10-km-Ergebnis aller Zeiten. Die Ergebnisse der anderen schienen mir allerdings auch nicht berauschend zu sein. Mehr als die Hälfte der Männer benötigte mehr als 50 Minuten, die Frauen alle. Für mich reichte es kurioserweise für eine Urkunde als Viertbester in der am stärksten besetzten Klasse M55. Bedenkt man die Anwesenheit zahlreicher Cracks der SG Indersdorf, die hier ein Heimspiel hatten, vielleicht doch gar nicht so schlecht. Ich hoffe nun auf den nächsten, den dritten Lauf des König-Ludwig-Cups, den 8. Oberilmtaler Hügellauf. Vielleicht sind die Hügel ja sanft, so dass ich wieder unter die 50 Minuten komme. Ich werde mich jedenfalls bemühen ...

Sieger des Halbmarathons, den 8 der 48 Teilnehmer absolvierten, war übrigens Roland Wallner vom SV Weissblau Allianz. Die anspruchsvolle Strecke bewältigte er in 01:29:24, eine hervorragende Zeit, wie ich finde, zumal für einen Jahrgang 1959. Nach ihm kam auch lange niemand. Dass sein Eintreffen im Ziel eher beiläufig zur Kenntnis genommen wurde und die Siegerehrung im Kinderlauf wichtiger zu sein schien, ist eine der Kleinigkeiten, die sicher bei der dritten Veranstaltung in Jetzendorf schon besser gemacht werden dürften.

Frank Pfeiffer