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Kunstrad

Manchmal wissen Trainer eben doch alles besser. Das musste nach einem gelungenen Saisonabschluss auch Dachaus Vorzeigetalent Leonie Walter zugeben – allerdings mit einem breiten Grinsen. Von vorne: Das Bayerncup Finale der Kunstradfahrer in Schleißheim hatte die 16-Jährige eigentlich schwänzen wollen. Denn erst seit wenigen Wochen trainiert die Juniorin wieder, nachdem sie sich im Juli bei einem Sturz den einen Mittelfußbruch gebrochen hatte. Also fühlte sie sich für ihre harte Wettkampf-Kür noch nicht sicher genug. Trainer Andreas Ledutke stimmte sie um – und durfte sich spätestens zu dem Zeitpunkt bestätigt fühlen, als auf der Anzeigetafel eine neue Bestleistung für seinen Schützling aufleuchtete: 139,68 Punkte. Leonie hatte ein fast perfektes Programm gezeigt, lediglich ein kleiner Wackler bei der Kehrsteuerrohrsteiger Drehung war ihr unterlaufen. Da konnten die Konkurrentinnen im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen nicht mithalten: Die Dachauerin sicherte sich den Tagessieg. In der Gesamtwertung des Bayern Cup spielte sie nur deswegen keine Rolle, weil sie einen Wettkampf der Serie verpasst hatte.

Auch der zweite Soli-Start zeigte sich in glänzender Form. Sabine Guth und Lisa-Marie Holzer belegten Platz fünf. Einige Abzüge handelten sie sich lediglich bei ihrer Steiger-Serie ein. Mit 38,00 Punkten verfehlten sie ihre Bestleistung nur knapp. Alles in allem also ein äußerst gelungener Tag. Für die Sportler aus Dachau und ihren Trainer, der fast immer alles besser weiß.

Lisa-Leonie-Sabine 2013-10-13

Lisa-Marie Holzer, Leonie Walter und Sabine Guth

Am Ende des Tages klatschte Soli-Trainer Andi Ledutke zufrieden in die Hände. Denn bei der Oberbayerischen Schüler-Meisterschaft hatten seine jungen Kunstrad-Talente gute bis herausragende Leistungen gezeigt. Ganz groß raus kam dabei Vereinsküken Dorothea Heidinger. Bei den Schülerinnen U11 zeigte sie ein nahezu perfektes Programm. Auch die Kampfrichter fanden da kaum etwas zu kritisieren: 36,63 Punkte waren es am Ende. Das bedeutete Bestleistung - und gleichzeitig die Silbermedaille.
Eine Altersklasse weiter oben startete Dorotheas Schwester Katharina. Auch sie zeigte eine ansprechende Leistung und blieb über der magischen Marke von 30 Punkten. In einem engen Teilnehmerfeld wurde es am Ende der 12. Rang.
Ebenfalls dicht an dicht reihten sich die Freundinnen Sabine Guth und Lisa-Marie Holzer im 1er der U15-Schülerinnen auf den Plätzen zehn und elf aneinander. Einziger Wehrmutstropfen: Durch einen Sturz verpasste Sabine die angepeilte Qualifikation zur Landesmeisterschaft. Die jedoch gelang dem Dou im 2er der Schülerinnen: Hauchdünn über der erforderlichen Punktzahl von 35 Punkten blieb die Anzeige stehen. Somit dürfen die beiden als Viertplatzierte zur Bayerischen Meisterschaft fahren, die am 4. Mai im unterfränkischen Großheubach ausgetragen wird.
 
Leonie Walter etabliert sich zusehens in der deutschen Kunstradler-Elite.  In ihrem zweiten Juniorenjahr belegte das Talent der Soli auf den international ausgeschriebenen Junior Masters zwei zwölfte Ränge. Beim letzten Teil der dreiteiligen Wettkampfserie, bei dem die 20 DM-Plätze vergeben werden, reichte es sogar unter die Top10.
Trainer Andi Ledutke zeigte sich besonders erfreut über die Art und Weise, wie diese Ergebnisse zustande gekommen sind. "Leonie hat durchgehend tolle Leistungen gezeigt und ist an allen Wettkämpfen ohne Sturz durch ihre Kür gekommen", resümierte der Dachauer Erfolgscoach zufrieden. Ein wenig Nachholbedarf sieht er dagegen noch bei den sogenannten Drehungen. Dabei fährt der Sportler auf dem Hinterreifen und muss versuchen, immer engere Kreise zu ziehen, bis er schließlich drei Pirouetten in einem Radius von 50 Zentimetern absolviert. Bis zu den nationalen Titelkämpfen hat die ehrgeizige 16-Jährige noch Zeit, daran zu arbeiten. Dann kann es am 27. und 28. April im schwäbischen Nufringen sogar noch höher hinaus gehen.

Leonie Walter ist Bayerische Vizemeisterin im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen. Im mittelfränkischen Roth überflügelte das Soli-Ass am vergangenen Sonntag mit einer hervorragenden Kür drei ihrer Konkurrentinnen und musste sich nur Lokalmatadorin und Nationalkaderfahrerin Milena Slupina geschlagen geben.

Für das Vorzeigetalent der Dachauer war es kein leichter Wettkampf. Nach zwei ungewohnt schwachen Auftritten zu Saisonbeginn hatten sich Selbstzweifel bei der 15-Jährigen eingeschlichen. Dieses Mal allerdings sollte nichts schief gehen: Von der ersten bis zur letzten Übung zog Walter ihre mit Höchstschwierigkeiten gespickte Kür perfekt durch - und das, obwohl sie von einer Erkältung deutlich geschwächt war. 136.08 Punkte blieben am Ende auf der Anzeige stehen. Bei weitem Bestleistung.

Die Erleichterung war danach auch Trainer Andi Ledutke anzusehen. Leichten Herzens kann er jetzt mit seiner Sportlerin die Junior Masters Serie angehen, die in zwei Wochen beginnt. Dann geht es für Leonie Walter auf die nächste Ebene, und damit um die Qualifikation zu den Nationalen Titelkämpfen.

Lisa Holzer, Leonie Walter und Sabine GuthHoch hinaus ging es am vergangenen Samstag für die Kunstradfahrerinnen der Soli. Und das nicht nur im geografischen Sinne - denn beim Sonnenstuhlpokal, der ersten Runde der diesjährigen Bayerncup-Serie zeigten die Mädls aus der großen Kreisstadt teilweise hervorragende Leistungen.

Allen voran Sabine Guth und Lisa-Marie Holzer im 2er der Schülerinnen. An ihrer fünfminütigen Kür fanden die Kampfrichter kaum etwas auszusetzen. Mit 39,65 Punkten markierten die beiden am Ende nicht nur eine tolle neue Bestleistung, sondern überflügelten zusätzlich noch drei Konkurrenzpaare und belegten den fünften Platz. Im 1er der Schülerinnen A fuhr Sabine auf Rang 14.

Auch bei Marina Dullinger und Marianne Schöpf zeigt die Formkurve nach oben. Zwei Wochen nach ihrem Titelgewinn bei der Oberbayerischen Meisterschaft durften sie sich euch heute Edelmetall umhängen: Bronze wurde es nach einer Kür mit nur wenigen Fehlern.

Dagegen lief es bei Leonie Walter noch nicht ganz rund. Mit neuem Rad und erhöhter Schwierigkeitspunktzahl zeigt sie noch nicht die Leistungen, mit denen sie Soli-Trainer Andi Ledutke in den letzten Jahren geradezu verwöhnt hat. Trotzdem überholte sie im hochkarätig besetzten Feld der 1er Juniorinnen eine Konkurrentin und reihte sich eine Woche vor der Landesmeisterschaft auf Rang vier ein.

Ebenfalls am Start war die gebürtige Dachauerin Nadine Barton. Nach dem Umzug in den Raum Nürnberg trat sie für ihren neuen Verein, den RC Wendelstein, an. Das Debüt auf Landesebene gelang: Im 1er der Frauen belegte sie mit guter Leistung Platz 3.